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Flyer Funkstrahlung

Wege aus dem Mobilfunkdilemma

Wege aus dem Mobilfunkdilemma



Welche Interessen vertritt Martin Röösli?

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Zum einen empfehlen Experten Schutzmassnahmen vor übermässiger Strahlenbelastung, beteuern dabei aber, dass die geltenden Grenzwerte ausreichenden Schutz bieten würden. Weshalb machen sie überhaupt solche Empfehlungen, wenn doch alles okay ist?
Wieso vertritt insbesondere Professor Martin Röösli die Meinung, dass es angeblich keine Hinweise auf Gesundheitsauswirkungen unterhalb der Grenzwerte geben würde? Ihm sind die vielen industrieunabhängigen Studien sehr wohl bekannt, die genau das Gegenteil belegen. Ignoriert er sie einfach, weil sie nicht ins Konzept passen? Bezieht er sich lieber auf Studien, die von der Industrie beeinflusst sind und wunschgemäss Entwarnung geben? 

Es lohnt sich ein klärender Blick hinter die Person von Martin Röösli.

Er ist vom Bundesrat respektive dem Bundesamt für Umwelt damit beauftragt, die Schutzwirkung der Grenzwerte zu beurteilen. Regelmässig lässt er verlauten, dass aus wissenschaftlicher Sicht keine Notwendigkeit zur Anpassung der Grenzwerte bestehen würde. In Fachkreisen nennt man diese Funktion „Firewall“. Dies ist im Sinne seines Auftraggebers, der mit der Vergabe von Mobilfunkkonzessionen sehr viel Geld einnimmt und den Mobilfunkanbietern im Gegenzug hohe Grenzwerte per Verordnung garantiert. Weshalb hat sich Röösli Ende 2016 aus medizinischer Sicht nicht zu Wort gemeldet, als das Parlament die Grenzwerte erhöhen sollte, aber glücklicherweise knapp ablehnte? Weshalb gibt er ausgerechnet kurz vor der nächsten Abstimmung zur Grenzwerterhöhung im Parlament, laufend Interviews und erteilt aus medizinischer Sicht grünes Licht für eine Grenzwerterhöhung?

Auf wen vertraut der Bundesrat eigentlich? Martin Röösli hat eine Ausbildung als Primarschullehrer und studierte Umwelttechnik und Statistik. Promoviert hat er auf dem Gebiet der Epidemiologie. Danach spezialisierte er sich auf Umweltstatistik und leitet inzwischen diesen Bereich des Tropeninstituts in Basel. Weshalb setzt der Bundesrat auf einen Fachmann, der über kein Studium in Medizin, Biologie oder Physik verfügt?

Röösli ist zudem für die Forschungsstiftung Mobilfunk und Strom (FSM) tätig, die von der Industrie gegründet wurde und finanziert wird. Sie leugnet systematisch die Risiken von Strahlung. Er ist auch Mitglied einer NGO mit der irreführenden Bezeichnung internationale Kommission für nicht-ionisierende Strahlung (ICNIRP). Es handelt sich dabei im einen von Industrie- und Militärkreisen initiierten Verein mit 14 Mitgliedern, der international und auch in der Schweiz die viel zu hohen Grenzwerte für Strahlung zu verantworten hat. Weshalb legt Martin Röösli seine Interessenbindungen zur Mobilfunkindustrie nicht offen?

Es ist zudem ausführlich dokumentiert, dass das Projekt der WHO zu den gesundheitlichen Risiken des Mobilfunks vom ICNIRP-Verein instruiert wird. Es wundert deshalb nicht weiter, dass die neue Beratungsgruppe für nichtionisierende Strahlung (BERENIS) des Bundesamtes für Umwelt ausgerechnet durch das ICNIRP-Mitglied Martin Röösli geleitet und administriert wird. Der Kreis schliesst sich und es sollte klar sein, dass der Bock zum Gärtner gemacht wurde.

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